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Bibliographische Metadaten

Titel
Koechlin, Maurice (1856-1946), Bauingenieur: Nachlassfragment: Konstruktionsskizze des Eiffelturms 1889
Aussagekraft und Inhalt

Maurice Koechlin wurde 1856 im Elsass geboren und studierte von 1873 bis 1877 Bauingenieurwesen am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich. Seine Berufslaufbahn führte ihn nach Frankreich zurück, wo er Ingenieur bei einer Eisenbahngesellschaft wurde. 1879 trat er als Forschungsleiter bei der Konstruktionsfirma Gustave Eiffel ein und entwickelte 1884 die Idee eines 300 Meter hohen Turms für die Pariser Weltausstellung von 1889. Gemäss Walbrach, 2006, hatten Maurice Koechlin und ein anderer junger Mitarbeiter der Firma Eiffel, Emile Nouguier, schon lange vorher darüber Gespräche geführt, welches ihr Beitrag sein könnte, der geplanten Weltausstellung einen besonderen Clou zu geben. "Eines Abends - am 6. Juni 1884 in seiner Wohnung in der Rue Châtelier - ging Koechlin die Idee eines großen Turmes durch den Kopf, die er sofort zu Papier bringen wollte. Er hatte aber weder Zeichenbrett, noch Zeichengräte und nicht einmal ordentliches Zeichenpapier zur Hand, fand dann aber doch einen Papierbogen, auf dem, wie von selbst, der "Turm von tausend Fuß" entstand [...]. Um seine Idee zu verdeutlichen, skizzierte er neben den Turm im gleichen Maßstab 1:50 bekannte Pariser Bauwerke: die Kathedrale von Notre-Dame, die Vendôme-Säule, den Triumphbogen, die Bastille-Säule, den Concorde-Obelisken sowie die amerikanische Freiheitsstatue und ein sechsstöckiges Wohnhaus. Das Blatt nennt neben dem Datum und Koechlins Namen auch den seines Arbeitskollegen Nouguier, was vermuten läßt, daß dieser schon damals grundsätzliche Überlegungen zum Montagevorgang angestellt hat." (Walbrach, 2006) Koechlin berechnete später die Struktur des Eiffelturms, die Firma Eiffel realisierte ihn. Die Firma Eiffel war auch an der Konstruktion der amerikanischen Freiheitsstatue beteiligt. Hier wurde die tragende Unterkonstruktion von Koechlin entworfen. Maurice Koechlin war ab 1900 Geschäftsführer der Firma von Gustave Eiffel, später Verwaltungsratspräsident.

Die graphische Statik, Grundlage für die Realisierung eines Bauwerks von 300m Höhe, ist von Carl Culmann, Professor am Polytechnikum ab 1855, in Zürich entwickelt worden. Die erste Entwurfsskizze von Maurice Koechlin zum später als Eiffelturm benannten Bauwerk stellt ein herausragendes Beispiel aus der Culmannschen Schule dar. Sie widerspiegelt das brillante technische Können des Ingenieurs Maurice Koechlin.

Siehe: Biogr. Dossier: Biogr Koechlin, Maurice. - Siehe: Eggimann Gerber, Elisabeth: Koechlin, Maurice, in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 23.10.2008, URL: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D31484.php

Karl Friedrich Walbrach. Ohne ihn gäbe es keinen Eiffelturm: Maurice Koechlin (1856-1946). In: Bautechnik 83 (2006), Heft 4. S. 273.

Entstehung1884
SpracheFranzösisch
Besitzende InstitutionETH-Bibliothek Zürich, Hs 1092
Persistenter Link http://doi.org/10.7891/e-manuscripta-5220 
Übergeordnete StrukturKoechlin, Maurice (1856-1946), Bauingenieur: Nachlassfragment: Konstruktionsskizze des Eiffelturms 1889
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QuellenangabeKoechlin, Maurice (1856-1946), Bauingenieur: Nachlassfragment: Konstruktionsskizze des Eiffelturms 1889. 1884. ETH-Bibliothek Zürich, Hs 1092, http://doi.org/10.7891/e-manuscripta-5220 / Public Domain Mark